Das Internet hat sich seit seiner Entstehung stark gewandelt. Während in den 1990er Jahren noch kaum jemand wusste, was es damit auf sich hat und welche Möglichkeiten das World Wide Web einst bieten wird, ist die heutige Generation quasi seit der Geburt online. Dank des Smartphones lassen sich fast alle Tätigkeiten im Internet auch mobil abwickeln. Schnell die neuesten Fotos auf Instagram hochladen, E-Mails lesen oder Chatten sind in der Gunst der Nutzer weit oben. Auch Erwachsene sollen bei derlei Tätigkeiten schon gesichtet worden sein.

Frau mit Headset am Laptop

Das Internet wird von Erwachsenen nicht nur zum arbeiten oder Zeitung lesen genutzt. Bei den Älteren steht häufig ebenfalls der Spaß im Vordergrund. Bildquelle: Antonio Guillem – 360398336 / Shutterstock.com

Grundsätzlich unterscheidet sich der Gebrauch des Internets bei Erwachsenen nicht stark von dem von Jugendlichen. Das Internet dient zunächst als unerschöpfliche Informationsquelle, die für die Arbeit, die Schule oder einfach nur zur Befriedigung der dem Menschen innewohnenden Neugier genutzt wird.

Darüber hinaus ist Bedeutsamkeit der Kommunikation über das Internet in den letzten Jahren massiv gestiegen. Täglich werden unzählige E-Mails verschickt, Freunde bei Facebook oder Twitter informiert, Chatrooms genutzt oder auch geskyped. Erwachsene nutzen das Internet eben auch zum Chatten und Zocken.

Bei Erwachsenen ist vor allem das Spielen im Online Casino angesehen. Gerade was den Komfort, den Bonus und die größtmögliche Zeitersparnis angeht, kann das Online-Casino im Gegensatz zum örtlichen Casino punkten. Um das richtige Casino ausfindig zu machen, empfiehlt es sich, auf Erfahrungsberichte zurückzugreifen. Die Teilnahme am Online-Glücksspiel ist allerdings nur ab 18 Jahren möglich. Vor allem junge Erwachsene müssen hier besonders aufpassen, da sie sich leicht verführen lassen und nicht selten empfänglicher für ernsthafte Probleme wie Glücksspielsucht sind.

Videospiele als Zeitvertreib

Abgesehen davon gibt es aber auch eine Reihe von Erwachsenen, die zum Zeitvertreib den verschiedensten Videospielen frönen. Das ist auch nicht verwunderlich, ist es doch die Generation, die die Anfänge der Videospielindustrie miterlebt und durchlebt hat. Dabei sind die Präferenzen der Spieler natürlich so vielfältig wie die Personen an sich und ziehen sich durch das komplette Spielangebot. Die E-Sport-Szene hat einige von ihnen sogar bekannt gemacht.

Spiele ab 18 werden zwar zum Großteil von Erwachsenen genutzt, der Anteil der nicht jugendfreien an allen Spielen, die von Erwachsenen gespielt werden, ist allerdings nicht exorbitant hoch. Auch hier erfreuen sich die Älteren auch gerne mal daran, bei Aufbausimulationen den Menschen beim Weg zur Arbeit zuzuschauen oder bei „Die Sims“ die Beziehung mal wieder in die Brüche gehen zu lassen, weil niemand die Küche aufräumt.

Spiele, die vermeintlich für Jugendliche geschaffen werden, sind auch bei den Erwachsenen hoch im Kurs. League of Legends hat beispielsweise eine große Usergruppe, die im letzten Jahrtausend geboren ist. Vor allem Online-Games tragen zur Vernetzung bei und verbinden häufig die Elemente „Chatten“ und „Zocken“, da es in diesen Spielen auch auf Kommunikation ankommt.

Die Gefahren des übermäßigen Konsums darf man allerdings nicht vernachlässigen. Das Verlangen nach Online-Games oder auch nach der Kommunikation und Bestätigung in sozialen Netzwerken kann zu einer Sucht werden. Die Zahl derjenigen, die an Internetsucht leiden, ist aufgrund der Verschmelzung des Lebens mit der digitalen Welt in den letzten Jahren angestiegen.

Gefahren der Internetsucht

Die Internetsucht kann unvorstellbare Ausmaße annehmen. Beispielsweise veranstalten die Teilnehmer von Online-Rollenspielen regelrechte Marathonsitzungen, bei denen sie weder eine Pause machen noch aufstehen, nur um nicht den nächsten Raid und das nächste Level-Up zu verpassen. Damit man nicht auf die Toilette muss, gibt es auch Windeln für Erwachsene. Es könnte ja der eigene Rang in der Online-Liste in Gefahr geraten.

Hat die Sucht bereits derartige Ausmaße angenommen, sind auch die Konsequenzen desto härter. Aufgrund von Internetsucht sind bereits Todesfälle bekannt. Vereinzelt sind Dauerzocker an Erschöpfung und Übermüdung gestorben, weil sie tagelang nicht mehr ihrem Hobby, sondern ihrer Sucht nachgingen. Ein Zusammenbruch über der Tastatur ist bei Schlafentzug, Essens- und auch Bewegungsmangel vorprogrammiert.

In Deutschland sind etwa ein Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren von der Krankheit Internetsucht betroffen. Das sind mehr als eine halbe Million Menschen, womit diese Gruppe nicht vernachlässigbar ist. Dabei sind aber nicht alle gleich süchtig, die mehrere Stunden im Internet verbringen, um zu chatten, zu zocken oder Videos zu streamen. Erst wenn folgende Gegebenheiten auftreten, ist eine Sucht nach dem World Wide Web vorhanden:

  • Die virtuelle Welt ersetzt die reale.
  • Die Spiel- oder Aufenthaltsdauer im Internet steigt immer weiter an.
  • Die Dauer kann nicht von selbst reduziert werden.
  • Die Gedanken drehen sich auch abseits vom Computer nur um die Online-Welt.
  • Entzugserscheinungen wie Ruhelosigkeit oder aggressives Verhalten treten auf.

Die Folge der Internetsucht ist, dass sich die Betroffenen immer weiter von ihren einstigen sozialen Kontakten abkapseln und die Bestätigung sowie Erfolge hauptsächlich im Internet suchen. Das Gehirn fungiert dabei quasi als Gegner der Vernunft. Das Gehirn reagiert nämlich auf Erfolgserlebnisse oder Lob in Spielen und in der Onlinewelt ähnlich wie bei Erfolgen und Lob im realen Leben. Die Krux an der Sache: Die Erfolge in einem Videospiel sind deutlich leichter zu erreichen. Das weiß jeder, der schon einmal eine Matheklausur mit einer Mario-Kart-Strecke verglichen hat.

Bei Problemen: Hilfe suchen!

Besonders gefährdet sind junge Männer, die sich in Online-Games lieber ihrem Charakter widmen als dem realen Leben. Die Sucht nach sozialen Netzwerken trifft hingegen zu einem größeren Teil junge Frauen. Allerdings gibt es in allen Bereichen Überschneidungen. Die Internetsucht kann bei jeder Person unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen oder Bildungsstand auftreten. Welche Ausprägung sie schließlich annimmt, ist aber individuell verschieden.

Wie bei fast allen Formen von Sucht, ist auch das Verlangen nach dem Internet nur durch eine Therapie zu beherrschen. Vor allem in der Gruppentherapie, in der es auch um viel Kommunikation geht, können Erfolge verzeichnet werden. Die Betroffenen gelangen nach und nach wieder in die reale Welt zurück, indem zunächst die Sucht und dann die Ursachen behandelt werden. Die Ursachen können dabei vielfältig sein und in psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen liegen. Wer von den oben genannten Merkmalen bei sich selbst welche erkennt, sollte sich unbedingt Hilfe suchen.

 

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