Das Internet war zweifellos eine der größten Errungenschaften, die die Menschheit zustande gebracht hat. Besonders für die Kommunikation, sei es im Geschäftlichen oder für Privatpersonen. Das Chatten hat die weltweite Kommunikation angetrieben und grundlegend verändert. An vielen Stellen hat das Urkonzept der Internetchats bis heute Bestand. Chats sind ein einfaches und praktisches Instrument für viele Webseiten. Über die Jahre wurde das Chatting aber natürlich auch noch weiterentwickelt.

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Interaktive Unterhaltung & Support
Der Zweck des Chattens ist seit jeher der Austausch mit anderen Personen. Sei es im Arbeitsumfeld oder privat unter Freunden. Mit den Jahren haben sich aber auch weitere Bereiche aufgetan, in denen Chats sich als praktisch erwiesen haben.
Neben Chatrooms und Apps wie ICQ, erinnert sich sich viele wahrscheinlich noch an die ersten Videospiele mit Chats - dazu gehören frühe MMORPGs wie zum Beispiel Runescape und der spätere Hit World of Warcraft, aber auch andere Multiplayer Spiele wie DotA. Selbst auf Konsolen wurde damit experimentiert. So gab es für den Gamecube einen offiziellen Kontroller mit einer Tastatur in der Mitte für das Spiel Phantasy Star Online.
In solchen MMORPGs machen Chats es auch immer einfach, Supportanfragen zu stellen, wenn man Hilfe braucht. Sowas ist heutzutage - oftmals mit KI-Unterstützung - die Norm. So kann man eine Anfrage bei der Post stellen, wenn das Paket nicht wie erhofft angekommen ist, oder man kann beim Elektronikfachhandel ein paar Fragen vor dem Kauf stellen. Das Gleiche gilt auch beim Online-Banking, beim Trading oder beim Spielen im Internet. Wer hier zum Beispiel eine Frage zu Ein- oder Auszahlungen oder zu bestimmten Funktionen hat, kann in wenigen Minuten eine Antwort erhalten
Implementierung in den Alltag
Eine weitere Veränderung, die sich mit den Jahren vollzogen hat, ist eine Art Verlagerung des Raumes, in dem das Chatten stattfindet. Früher war man beim Chatten noch an seinen Computer und sein Modem mit den charakteristischen Pieptönen in den eigenen vier Wänden gebunden. Das Chatten war eine gezielte Aktivität, häufig wurde sich sogar dafür verabredet. Die Frage, ob jemand „später noch on“ sein wird, erübrigt sich heute vollkommen, da nahezu jeder sein Endgerät zum Chatten in Form seines Handys durchgehend bei sich führt.

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Die Verbindung, die das Chatten ermöglichte, wurde seit der Verbreitung der Smartphones noch einmal unkomplizierter. Aus Chatprogrammen wie ICQ, MSN oder SchülerVZ auf dem PC wurden Apps wie WhatsApp oder der Facebook Messenger. Es entwickelte sich ein eigener Markt, bei dem neue Messenger-Apps und soziale Medien mit innovativen Chat-Features aufwarten müssen, um sich etablieren zu können. Ein anschauliches Beispiel ist Snapchat, wo das Chatten weitgehend von klassischen Textnachrichten hin zu Schnappschüssen mit eingefügten Textelementen verlagert wurde.
Ein Beispiel für eine andere solche Nische ist Telegram, wo es in erster Linie um sicher verschlüsselte und anonyme Chats geht, auch, wenn die Standard-Telegram-Chats vielleicht gar nicht so sicher sind, wie man denkt. Der Chat ist nicht mehr bloß ein Mittel zum Zweck. Er ist ein eigenes Medium, welches nicht nur einen Nutzen erfüllen, sondern auch bestimmte Emotionen transportieren soll. Die meisten Menschen nutzen schließlich verschiedene Chats – bei jedem gibt es eine eigene Erwartung, welche Art von Nachrichten verschickt wird.
All das zeigt, dass das Chatten im Internet seit Jahrzehnten Bestand hat, sich in der Zwischenzeit aber fundamental weiterentwickelt hat und neue Technologien adaptiert. Gleichzeitig blieb der Grundgedanke, die unkomplizierte und flexible Kommunikation, bis heute bestehen.
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